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Zwischen Feldwegen und Frühlingsgrün: Selbstversorgung auf leisen Sohlen
Nachhaltigkeit

Zwischen Feldwegen und Frühlingsgrün: Selbstversorgung auf leisen Sohlen

Es gibt Tage, die lassen sich nicht planen. Oder genauer: Man plant sie, und dann entscheidet jemand mit sehr wenig Zähnen und sehr viel Meinung einfach anders. Die Trage ist seit ein paar Tagen nicht mehr gefragt. Der Babyjogger darf. Also los.

Erste Pause im Wald — Fotos machen, wickeln, stillen. Danach wieder in den Wagen komplimentiert, Route neu verhandelt. Am Ende waren es acht Kilometer durch die Felder. Ungeplant. Vom Baby vorgegeben.

Salat ernten, Land vorbereiten, einschlafen

Zuhause dann ein schnelles Frühstück: Porridge, Löffel für Löffel, während mein Blick schon hinaus in den Garten wandert. Da wartet der erste Salat, der Boden will vorbereitet werden. Meine Hände umklammern die Grabegabel, das Baby neben mir eine Schaufel – gemeinsam wühlen wir in der Erde, verteilen, graben, sammeln Steine. Die Alltäglichkeit dieses Moments fühlt sich an wie ein kleines Fest.

Irgendwann, auf dem Rasen, sind wir beide eingeschlummert. Und als das Baby schlief und ich noch nicht ganz, habe ich einfach dagelegen und geschaut. Regenwürmer. Tausendfüßler. Ameisen. Minzkäfer. Spinnen, Schmetterlinge. Hühner, Amseln, Enten. Katzen, Hunde. Ein Pony. Eine große Artenvielfalt, die mich in dem Moment einfach glücklich gemacht hat.

Auch wenn's oft anstrengend ist — so dankbar bin ich für die vielen großen und kleinen Dinge um mich herum.

Weiter ging’s mit der Beobachtung der Pflanzenwelt um mich herum. Im März schon beschenkt der Garten: Schnittlauch, Salat, der erste Spinat, Bärlauch, Grünkohl, ein Zweig Salbei. In mir wächst die Vorfreude auf alles, was noch kommen wird dieses Jahr. Zum Schluss trage ich stolz den selbstgepflückten Salat in die Küche – am Abend landet er, grün und knackig, auf dem Teller. Dazu ein Nudelauflauf, einfach, sättigend, nach Erde und Frühling schmeckend.

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