Veganismus






Juni-Geschmack: Die einfachen Freuden einer veganen Sommerküche
Der Juni ist eine besondere Zeit. Die Tage werden lang, das Licht golden und der Garten quillt förmlich über vor Leben. Meine Küche fühlt sich in diesen Wochen wie eine Erweiterung des Gartens an – frische Ideen sprießen, oft direkt von draußen auf den Teller. Es sind die einfachen Dinge, die mich dann am meisten begeistern. Ein kurzer Blick zurück auf das, was uns diesen Juni über so köstlich begleitet hat.

Da war zum Beispiel dieser Erdbeer-Rhabarber-Crumble. Kaum waren Rhabarber und Erdbeeren reif, zog es mich schon mit dem Messer in den Garten. Waschen, klein schneiden, schnell ein paar Streusel aus gemahlenen Haferflocken und Zucker darüber – und ab in den Ofen. Dreißig Minuten später duftete das ganze Haus, und der Crumble mit einer Kugel kaltem Vanilleeis war einfach nur köstlich. Ein wahrer Sommertraum.

Auch unser Stielmangold aus eigener Ernte fand seinen Weg auf den Teller. Kurze Mangold-Taschen sind so unkompliziert und doch so raffiniert. Die Blätter nur ganz kurz in kochendes Wasser tauchen, dann füllen mit frischen Tomaten und veganem Feta in Scheiben. Schnell zu kleinen Päckchen geformt, kurz angebraten – fertig war ein leichtes Abendessen, das nach Garten schmeckte.
Manchmal braucht es aber auch etwas, das die Seele wärmt, selbst im Sommer. Unser bewährtes Pfannkuchen-Rezept wurde kurzerhand zum Kaiserschmarrn umfunktioniert. Rosinen auf den Teig in der Pfanne gestreut, nach dem Wenden grob zerreißen und dann in einer großen Schüssel mit Vanillezucker süßen und anschließend mit selbstgemachtem Apfelmus servieren. Eine einfache Süßspeise, die immer geht.

Und dann war da natürlich der tägliche Gartensalat. Der Juni ist die Zeit des Pflücksalats, und es ist ein Luxus, morgens einfach eine Schüssel frisch aus dem Beet zu holen. Bei den heißen Temperaturen war das oft unser leichtes Mittagessen. Blattsalate, Radieschen, Schnittlauch, Petersilie, Pimpinelle und die leuchtende Kapuzinerkresse. Ein paar Blätter Zitronenmelisse dazu sorgen nicht nur für ein tolles Aussehen, sondern auch für einen überraschend frischen Geschmack.


Für die ganz heißen Tage, wenn man gar keine Lust auf langes Kochen hat, gab es oft Sushi. Eine wunderbare, leichte Mahlzeit. Noriblätter belegen wir ganz nach Geschmack. Erst den Klebreis, dann im Wechsel von Rolle zu Rolle, was der Kühlschrank so hergab: Mango, Avocado, Paprika, Gurke und gebratener Tofu. Aufrollen, in mundgerechte Stücke schneiden und mit Sojasauce genießen. So einfach kann Sommerfrische sein.

Eine andere lieb gewonnene Idee für die warmen Wochen war die Sommer Bowl. Reis mit Kokosmilch und Wasser kochen, währenddessen Karottenstreifen mit dem Sparschäler vorbereiten, Edamamebohnen kurz blanchieren, Radieschen in Scheiben schneiden und Tofuwürfel anbraten. Alles hübsch in einer Schüssel anrichten, mit Sesam garnieren – und schon hat man ein farbenfrohes, nahrhaftes Gericht, das satt macht, aber nicht beschwert.





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