Zurück
Frühlingsgefühle in der Küche
Veganismus

Frühlingsgefühle in der Küche

Der April hat uns ein Sammelsurium aus neuen Gerichten beschert. Wir haben geschmacklich altbekannte Pfade verlassen und neue Zutaten in die Küche einziehen lassen. Doch auch ein paar Klassiker durften nicht fehlen. Es folgt ein Überblick über die Monats-Highlights.

Vom Lieblingskäse und alten Rezepten

Unser "Ofenkäse" - ein emotionaler Klassiker, mit dem mein Mann und ich viele schöne Erinnerungen verbinden. Er wurde nun erstmals von uns veganisiert. Aus Cashewmus, Sojajoghurt, Hefeflocken und Karotte hergestellt, schmeckte er zwar nicht annähernd so wie das Original, aber lecker war er zweifelsohne. Und wer weiß, vielleicht blicken wir in ein paar Jahren auf neue schöne Erinnerungen damit zurück. Dazu gab’s noch einen grünen Salat, der hervorragend dazu passte und mit seinem frischen Geschmack gleich Vorfreude auf die kommenden warmen Monate bereitete.

Lasagne ist ein Grundpfeiler in unserer Küche - die Art Essen, von der nie etwas übrig bleibt. Die Soße diesmal aus Zwiebel, Karotte, Tomate und Oregano, aufgepeppt mit Sojaschnitzelstreifen, ergibt zusammen mit fertiger veganer Sauce Hollandaise ein echtes Lieblingsessen. Aufläufe schaffen es eben immer, die Herzen höher schlagen zu lassen und die knurrenden Mägen zu besänftigen.

Zwischendurch haben wir uns Sushi-Rollen aus Noriblättern, unterschiedlichem Obst und Gemüse und veganer Frischkäse-Alternative zusammengebaut. Das Kind ist von dem Prozess des Erstellen des neuen Essens und dem Aufrollen sichtlich fasziniert. Geschmacklich ist es unser Highlight des Monats und vermutlich zieht neben Pizza und Lasagne bald ein neues Lieblingsgericht in unseren Speiseplan ein.

Müsli(muffins)

Morgens bleiben Müslibowls und Porridge meine sichere Bank: Sojajoghurt, TK-Früchte, Apfel, Banane, Mandeln, Haferflocken, Leinsamen. Einfach kombinieren, was gerade da ist. Wenn Reste anfallen, werden sie zu Müslimuffins weiterverarbeitet - das Ergebnis ist immer etwas anders, je nachdem, was der Obstkorb hergibt. Apfel, Birne, Beeren, Rosinen, Haferflocken, Banane. Was noch ergänzt werden muss: Vanillezucker, Backpulver, Mehl, ein bisschen Kreativität. Sie werden geschmacklich nicht langweilig und sind immer ein leckerer Snack für zwischendurch.

Süße Knoten und Traditionskuchen

Das Backen verselbstständigte sich diesen Monat schon fast. Mal wurden die Teigschüsseln ganz klassisch am Wochenende aus den Schränken geholt, dann mal nach einem morgendlichen Waldspaziergang. Eben immer dann, wenn die Lust auf ein süßes Teilchen besonders groß war. An Ostern hat das Kind sich über viele schmackhafte Hefeteighäschen gefreut - die einfache Mischung aus Hefe, Pflanzenmilch und etwas Zucker, zu Hasen geformt, sorgen für eine neue Kindheitserinnerung. Der Rühr-Fantasiekuchen nach altem Familienrezept, halb mit Kakao und Sauerkirschen, halb mit Schokostückchen, kam diesmal als versuchter Gugelhupf mit in den Garten. Das schöne an diesem Kuchen war und ist, dass er durch beliebige Zutaten ergänzt werden kann und am Ende immer etwas Gutes dabei rauskommt.

Beeren-Schnecken sind ein weiteres Highlight: Hefeteig ausrollen, Beeren dazu, ein bisschen Zimt und Zucker, Zitronensaft und -zesten dazu, ab in den Ofen. Unkompliziert, saftig - und gut als Verpflegung für unterwegs, wenn auf einer langen Wanderung der Magen anfängt zu knurren.

Herzhaft und schnell

Für das schnelle, warme Essen zwischendurch gibt es Paprika-Spätzle mit heller Soße, Chili aus Tofu, Paprika, Mais und Bohnen. Manchmal schmeckt es anders als früher, doch inzwischen merke ich kaum noch einen Unterschied. Vielmehr war es ein neuer Monat, der mich viel hat experimentieren lassen. Besonders gefreut hat mich dann aber doch auch Mamas Karottensuppe. Sich einfach mal zum Essen hinzusetzen ist eben auch was Feines, besonders, wenn es dann noch so köstlich ist.

Die Frage, was fehlt, stellt sich mir gar nicht mehr. Viel eher, die nachdem, was ich als Nächstes ausprobieren kann.

0 Kommentare

v0.29.0 · Development